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Heizsysteme

Wärmeverbund

In der Schweiz sind mittlerweile fast 10'000 automatische Schnitzelheizungen in Betrieb. Deren Vorzüge sind derart zahlreich und evident, dass immer häufiger nicht nur diejenige Liegenschaft davon profitieren soll, in welcher sich die Heizung befindet, sondern auch noch möglichst viele umliegende Gebäude.

Deshalb erstaunt es nicht weiter, dass etwa 1'000 dieser Anlagen über ein Nahwärmenetz verfügen. Darunter finden sich sowohl kleinere Anlagen mit einigen wenigen Wärmebezügern als auch Grossanlagen deren Wärmenetze mehrere Kilometer lang sind und hunderte von Abnehmern mit Wärme versorgen. Sie alle konnten in den letzten Jahren dank des hohen Ölpreises zusätzliche Wärmebezüger anschliessen und dadurch ihre Auslastung optimieren.

Die Folgen sind erfreulich: Musste vor 10 Jahren noch mit aller Hartnäckigkeit dafür gekämpft werden, dass solche Nahwärmenetze gewisse Mindestwerte erreichen, limitieren heute die bestehenden Leitungsdurchmesser der Netze und die Leistungskapazitäten der Heizzentralen häufig einen weiteren Ausbau. Dass solche Hindernisse nicht unüberwindlich sind, zeigt das Beispiel der luzernischen Napfgemeinde Luthern, wo die Sägerei Christen AG eine Holzheizung mit einer Leistung von über 3 MW betreibt und über ein Nahwärmenetz praktisch das ganze Dorf mit Wärme versorgt.

Der Anschluss an einen Wärmeverbund ist die mit Abstand sicherste, sauberste und bequemste Art, sein Haus zu beheizen. Anstelle einer Vielzahl von dezentralen Heizungen gibt es nur noch eine Zentrale, welche, mit entsprechenden Filteranlagen ausgerüstet, sehr tiefe Emissionswerte und höchste Wirkungsgrade erreicht. Der angeschlossene Hausbesitzer benötigt keinen eigenen Heizraum mehr und gewinnt damit einen zusätzlichen Raum. Er muss sich nicht mehr um den Kaminfeger, die Abgasmessung oder das Nachbestellen von Heizöl kümmern. Stattdessen schliesst er mit dem Wärmeverbund einen langjährigen Vertrag ab, der auch die Indexierung des Wärmepreises regelt. Damit werden die Kosten der Wärme voraus- und absehbar. Böse Überraschungen wie beim Öl oder Gas lassen sich vermeiden.

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