Für das Klima

CO2-Reduktion

Holzenergie in Zukunft - ein Blick voraus

Treibhauseffekt, Verschwendung, Rohstoffknappheit und Abhängigkeit vom Ausland sind vieldiskutierte Probleme unserer Energiepolitik. Erneuerbare Energien, Nachhaltigkeit, Zukunftsfähigkeit sind als Lösungsansätze ebenso im Gespräch. Von allen erneuerbare Energien kann Holz in den nächsten Jahren den grössten Beitrag an eine zukunftsfähige Energieversorgung der Schweiz leisten. Dies ist auch vor dem Hintergrund der Luftbelastung wichtig. Holz ist nicht nur CO2-neutral, sondern schneidet beispielsweise auch bezüglich der Schwefeldioxid-Emissionen vergleichsweise sehr gut ab.  

Kreislauf statt Raubbau

Solange die nachwachsenden Ressourcen nicht übernutzt wurden und die fossilen Energien im Boden schlummerten, funktionierte die Energieversorgung in regional geschlossenen, CO2-neutralen Kreisläufen. Genau diese Attribute weist eine zukunftsfähige Energieversorgung ebenfalls auf. Denn heute erkennen wir neben den zweifellos grossen Annehmlichkeiten und Vorteilen immer deutlicher auch die negativen Konsequenzen unseres überbordenden Energieverbrauches: Die drohende Klimakatastrophe, die ineffiziente Nutzung der viel zu billigen, fossilen Energie, die Belastung der Luft, der Böden und Gewässer mit Schadstoffen aus der Energiegewinnung und -verbrennung. Da unser Wohlstand existentiell von einer sicheren Energieversorgung abhängt, ist diese mit griffigen energiepolitischen Massnahmen möglichst schnell auf möglichst viele, vorzugsweise einheimische, erneuerbare und CO2-neutrale Energieträger umzustellen.  

Energiepolitische Ziele der Schweiz

Mit energiepolitischen Programmen (Energie 2000, EnergieSchweiz) setzt unser Land die energiepolitischen Aufträge um. Wichtige Ziele sind unter anderem eine Senkung des Verbrauches fossiler Energieträger und der CO2-Emissionen auf das Niveau von 1990 sowie anschliessend eine weitere Verringerung. Darüber hinaus sollen erneuerbare Energien zusätzliche Prozente des Wärme- und Strommarktes erobern. Viele schöne Erfolge sind bereits erreicht worden. Noch aber liegen wichtige Ziele im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung in weiter Ferne. Deshalb ist klar, dass die erneuerbaren Energien auch künftig intensiv zu fördern sind. Denn die Schweiz hat an internationalen Klimakonferenzen quantitative Ziele bezüglich der Reduktion der CO2-Emissionen unterzeichnet. Diese Ziele sind nur mit einem wesentlich intensiveren Einsatz der einheimischen, erneuerbaren und CO2-neutralen Energien zu erreichen.  

Heizen mit Holz!

Dabei spielt das Holz dank seines grossen Potentials eine wichtige Rolle. Seine konsequente Nutzung macht Holz zu einem bedeutenden Faktor einer diversifizierten Energieversorgung. Holz könnte gesamthaft - bezogen auf den Verbrauch von 1990 - etwa 5 Prozent des Gesamt- oder etwa 10 Prozent des Wärmeenergieverbrauches abdecken. Bei gesteigerter Energieeffizienz, das heisst, wenn der durchschnittliche Energieverbrauch der Gebäude weiter sinkt, erhöht sich der Anteil der Holzenergie an der Wärmeproduktion entsprechend. So ist es durchaus vorstellbar, dass die Wärme aus dem Wald dereinst rund einen Viertel der Schweizer Gebäude heizt.  

Chancen der Zukunft

Die Politik unseres Landes muss sich aber noch vermehrt für die erneuerbaren Energien engagieren. Sie kann eine Erfolgsgeschichte fortschreiben, indem sie geeignete Rahmenbedingungen für die Schaffung zahlreicher Arbeitsplätze, für den breiten Durchbruch international konkurrenzfähiger, umweltfreundlicher Energienutzungstechnologien sowie für die Entlastung der Atmosphäre von zusätzlichem CO2 und anderen schädlichen Emissionen schafft. Das ist ein wichtiger Beitrag an eine zukunftsfähige Schweiz.

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